Kon­zen­tra­tion beim Lernen: Tips und Tricks für mehr Fokus

Lernen will gelernt sein. Kon­zen­tra­tion und Geduld sind wichtige Fähigkeiten, damit Lerninhalte schnell vom Gehirn aufgenommen und verarbeitet werden können. Wer es nicht schafft, sich gut auf seine Aufgabe zu fokussieren, hat daher einen großen Nachteil. Das Gelernte wird nicht effektiv gespeichert und kann daher später auch nicht bei Bedarf abgerufen werden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, nicht nur in das Erlernen des reinen Faktenwissens Zeit zu investieren, sondern außerdem aktiv an der Verbesserung der eigenen Kon­zen­tra­tion zu arbeiten.

Nicht jeder Mensch kann sich gleich gut auf eine Tätigkeit konzentrieren

Während einige Menschen sich generell sehr gut konzentrieren können, fällt dies anderen sehr schwer. Liegt ein Aufmerksamkeits­defizit­syndrom (ADS) vor, so ist die Kon­zen­tra­tion besonders stark beeinträchtigt. Kommt dann noch Hyperaktivität dazu, fällt auch das Stillsitzen schwer. In solchen Fällen wird von ADHS gesprochen. Durch einen  ADHS Online Test (https://cannaviva.ch/adhs-test/) können Betroffene herausfinden, ob die Erkrankung bei ihnen vorliegen könnte. Eine genaue Diagnose ist allerdings nur durch einen entsprechend geschulten Arzt möglich.

Wer unter seinen Symptomen leidet, kann stark von ärztlicher oder therapeutischer Hilfe profitieren. ADHS kann sowohl medikamentös als auch mit unterstützender Verhaltenstherapie behandelt werden, was oftmals eine große Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringt.

Jeder kann von Kon­zen­tra­tions­trai­ning profitieren

Genau wie ein Muskel kann auch die Kon­zen­tra­tion gezielt trainiert werden. Dies kann auf unterschiedliche Arten geschehen. So tragen bei­spiels­wei­se re­gel­mä­ßiges Meditieren,  Achtsamkeitstraining (https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/achtsamkeit/achtsamkeit-im-hier-und-jetzt-sein/) und spezielle Konzentrationsspiele nachweislich dazu bei, daß Menschen fokussierter arbeiten können.

Für Menschen mit ADHS ist ein solches Training besonders wichtig. Sie können zwar in der Regel nicht die Konzentrationsleistung erreichen, die bei Nichtbetroffenen möglich ist, profitieren jedoch enorm von den Fortschritten und bemerken oftmals schnell eine Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Aber auch Personen, bei denen keine pathologischen Konzentrationsprobleme vorliegen, erleben positive Effekte. Sie lernen erfolgreicher, sind weniger abgelenkt und dadurch deutlich produktiver. Zusammengefaßt gilt also: Egal auf welchem Ausgangsniveau sich jemand befindet, kann Kon­zen­tra­tions­trai­ning stets für eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit sorgen.

So funktioniert effektives Lernen

Neben dem gezielten Kon­zen­tra­tions­trai­ning ist es wichtig, das Lernen so zu planen, daß es bestmöglich gelingen kann. Dabei gilt es folgendes zu wissen und zu beachten:

  • Zu lange Lernphasen sind ineffektiv. Es empfiehlt sich, lieber häufiger und dafür kürzer zu lernen.
  • Lernen funktioniert am besten ohne Ablenkung. Das Smartphone sollte daher ausgeschaltet werden, und es sollte eine ruhige, störungsfreie Lernumgebung geschaffen werden.
  • Wer sich an feste Lernzeiten gewöhnt und diese einhält, findet oft schneller in das Lernen hinein und nimmt mehr auf.
  • Indem der eigene  Biorhythmus (https://www.geo.de/wissen/13369-rtkl-biorhythmus-die-unerbittliche-innere-uhr) beachtet wird, kann gezielt zu den Zeiten gelernt werden, während derer die Kon­zen­tra­tion am besten ist.
  • Direkt nach dem Lernen sollte das Gehirn nicht mit neuen Inhalten "berieselt" werden. Statt fernzusehen oder im Internet unterwegs zu sein, bieten sich daher ein Spaziergang oder Sport an.

Eine gesunde Lebensweise fördert die Kon­zen­tra­tion

Eine ausgewogene Ernährung und genug Bewegung sind ein entscheidender Beitrag zu einer guten Kon­zen­tra­tions­fähigkeit. Au­ßer­dem ist es wichtig, den Körper und damit auch das Gehirn stets ausreichend hydriert zu halten.

Auch der Schlaf spielt eine wichtige Rolle. Es hat wenig Sinn, sich beim Lernen die Nächte um die Ohren zu schlagen, denn dabei nehmen wir deutlich weniger auf, als wenn wir ausgeschlafen sind.