Entspannt und ohne Geldsorgen studieren

Geldsorgen können das Studium beeinträchtigen
Wenn Sie für die nächste Klausur oder einen Test an der Uni lernen, brauchen Sie eine entspannte Atmosphäre und Kon­zen­tra­tion. Es gibt eine Menge Faktoren im täglichen Leben, durch die Ent­span­nung und Kon­zen­tra­tion verloren gehen können. Für viele Studenten ist zunächst einmal wichtig, daß Sie sich keine Sorgen um die Miete für den nächsten Monat oder andere finanzielle Themen machen müssen. Daher haben wir an dieser Stelle einige  Finanzierungstips (https://www.studierenplus.de/bildung-finanzieren/) für Sie zusammengestellt.

Erste Anlaufstelle: Das BAföG-Amt

Geldsorgen wirken als direkte Lernbremse, denn sie lassen sich nur schwer aus dem Kopf verbannen. Idealerweise sollten Sie schon möglichst früh im Studium - oder schon vorher - eine gute Finanzierung finden. Überprüfen Sie dafür zunächst, ob Sie BAföG-berechtigt sind. Diese staatliche Finanzspritze richtet sich nach dem Einkommen Ihrer Eltern. Auch, wenn Sie nicht den Höchstsatz erhalten, kann das zusätzliche Geld genau die Überbrückung sein, die bei Ihnen zu mehr innerlicher Ruhe führt. Die Förderung muß zwar nach dem Studium an den Staat zurückgezahlt werden, es gibt aber Möglichkeiten, den zurückzuzahlenden Betrag zu reduzieren (z.B. durch einen besonders herausragenden Studienabschluß).

Zuschüsse aus vielerlei Quellen: Stipendien

Alternativ sollten Sie es mit einem Stipendium versuchen. Stipendien werden normalerweise als Zuschuß vergeben, d.h. Sie müssen das Geld nicht zurückzahlen! Manchmal erhalten Sie dabei nur Büchergeld in Höhe von 200€ im Monat, manche Träger übernehmen aber auch all Ihre Lebenshaltungskosten und zahlen noch dazu ein Taschengeld aus. Wichtig ist, daß Sie viel Sorgfalt für die Bewerbung aufwenden und neben guten Noten auch ehrenamtliches Engagement aufweisen können.

Stipendien werden von ganz verschiedenen Institutionen vergeben. Falls Sie einer politischen Partei nahestehen und vielleicht sogar politisch aktiv sind, kommen zum Beispiel die Stiftungen der großen Parteien in Frage. Die Studienstiftung des Deutschen Volkes ist die bekannteste Stiftung, die unabhängig von politischem Engagement Stipendien anbietet. Und dann gibt es noch weitere staatliche Einrichtungen und private Stiftungen, bei denen Sie anfragen könnten. Informieren Sie sich einfach im Internet!

Ein Klassiker: der Studentenjob

Falls es doch nicht ohne einen Nebenjob geht, können Sie auf viele   Jobbörsen speziell für Studierende (https://www.jobmensa.de/) zu­rück­grei­fen. Besonders lukrativ ist es, wenn Sie sich auf eine bestimmte Nische spezialisieren können. Arbeiten Sie zum Beispiel als Hostess auf Messen, verdienen Sie sich als Werbetexter etwas dazu oder fragen Sie ganz mutig bei Ihrem Traumunternehmen nach, ob dort studentische Hilfskräfte benötigt werden. Vielleicht können Sie auch über das Studentenwerk eine passende Tätigkeit finden, die Ihr Studium nicht zu sehr beeinträchtigt.

Wenn es gar nicht anders geht: Der Studienkredit

Natürlich ist nicht sicher, daß die bisher genannten Möglichkeiten auch zum Ziel führen. Gerade Stipendien sind heiß begehrt, denn es ist Geld, das man geschenkt bekommt. Und auch gute Studentenjobs sind rar. Was also tun, wenn die bisher genannten Geldquellen ausfallen?

Manche Banken bieten für Studenten günstige Kredite an, mit denen man das Studium finanzieren kann. Das funktioniert dann so ähnlich wie BAföG, das man ja auch zurückzahlen muß. Allerdings werden beim Studienkredit Zinsen und Bankentgelte fällig.

Beim Thema Kredit mag so mancher zunächst zurückschrecken. Allerdings ist die Chance auf einen gut bezahlen Job mit einem abgeschlossenen Studium in der Regel höher. Die Investition macht sich also bezahlt, und mit den ersten Gehaltszahlungen kann man das Darlehen in der Regel schnell zurückzahlen.

Ein finanzielles Polster beruhigt

Egal, aus welchen Bausteinen sich letztlich die Finanzierung für Ihr Studium zusammensetzt: Es ist beruhigend, versorgt zu sein. Das ist ein wesentlicher Faktor, um entspannt lernen zu können. Um dauerhaft entspannt zu sein, können Sie zusätzlich noch ein Tagesgeldkonto eröffnen. Dort können Sie Geld, das Sie gerade nicht akut brauchen, auf die hohe Kante legen. Damit sind dann auch unvorhergesehene Ereignisse abgedeckt: wenn zum Beispiel der Computer plötzlich kaputt geht oder wegen einer Erkrankung Medi­ka­men­te bezahlt werden müssen.

Noch nichts Passendes dabei? Beratung hilft!

Natürlich kann dieser kurze Artikel nur einen ersten Eindruck ver­mit­teln, welche Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten es generell für das Studium gibt. Mit diesem ersten Eindruck kann es sinnvoll sein, eine Beratung in Anspruch zu nehmen.

Eine solche Beratung wird häufig von den Studentenwerken an den Universitäten angeboten. Au­ßer­dem gibt es noch unabhängige Organisationen wie  Arbeiterkind.de (https://www.arbeiterkind.de), bei denen man oft Kontakt mit Studenten oder Absolventen bekommt, die einem so manchen Trick zur Finanzierung des Studiums verraten können. Solche Informationen aus allererster Hand sind unbezahlbar - und bei den entsprechenden Organisationen bekommt man sie sogar gratis!

Nicht zuletzt kann man auch bei der Hausbank nachfragen. Hier muß man natürlich berücksichtigen, daß die Bank ein Eigeninteresse verfolgt und Geld verdienen möchte. Dennoch kann man sicher auch dort den einen oder anderen Tip abstauben - besonders dann, wenn zum Bankberater ein gutes Vertrauensverhältnis besteht.

Entspannt lernt sich's leichter!

Fazit: Es gibt mehr Möglichkeiten, als man denkt

Für viele Menschen ist es überraschend, wie viele Möglichkeiten es gibt, das Studium zu finanzieren. Es lohnt sich also, zu diesem Thema einmal etwas genauer zu recherchieren. Denn eins ist sicher: Lernen und Qualifikation lohnen sich immer!