Prokrastination - Die Kunst des Aufschiebens

Etwa 20 Prozent der Menschen sind Prokrastinierer, d.h. sie schieben Aufgaben immer wieder nach hinten. Da dieses Phänomen häufig bei Studenten auftritt, spricht man auch vom "Studentensyndrom". Es gibt mindestens zwei Arten von Prokrastinierern:

Eine häufige Ursache für Prokrastination ist übertriebener Perfektionismus bei schlechter Organisation. Auch die Angst vor einer Blamage oder vor Kritik kann hinter dem Prokrastinationsverhalten stecken.

Zu erkennen ist Prokrastination häufig an "Ja, aber..."-Sätzen:

Prokrastination liegt außerdem dann vor, wenn man dazu neigt, andere Tätigkeiten den wichtigeren Aufgaben vorzuziehen, weil man der Meinung ist, diese Tätigkeit "genau jetzt mal eben schnell" erledigen zu müssen. Häufig handelt es sich dabei um eher ungeliebte Dinge wie z.B. Putzen oder aufräumen.

Strategien bei Prokrastination

Allgemeine Straegien

(nach  Ivan Blatter deutschsprachige Webseite (http://imgriff.com/))

Mikrohandlungen

In hartnäckigen Fällen hilft die Methode der Mikrohandlungen. Bei den allgemeinen Strategien wurde bereits empfohlen, Aufgaben in kleine Schritte aufzuteilen. Mikrohandlungen sind eine weitere Aufspaltung der kleinen Schritte in Handlungen, die für sich extrem einfach wirken und dadurch ihren Schrecken verlieren.

Wenn Sie zum Beispiel die Aufgabe, Ihr Studienmaterial zu bearbeiten vor sich herschieben, nehmen Sie sich als einzelne Aufgabe vor, das Studienmaterial auf der richtigen Seite aufzuschlagen und zur Bearbeitung auf den Schreibtisch zu legen. Diese Handlung ist so einfach - Sie werden kaum eine ablehnende Haltung entwickeln können.

Wenn das Studienmaterial dann bereitliegt, nehmen Sie sich vor, auch die Schreibutensilien bereitzulegen, usw.

Wenn Sie dann genügend Mikrohandlungen erledigt haben, werden Sie es absurd finden, nicht mit der Bearbeitung des Materials zu beginnen.

(nach Mary LoVerde / Vera F. Birkenbihl)

Webseiten zum Thema Prokrastination

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