Mineralstoffe und Spurenelemente
Außer
Vitaminen benötigt der Körper eine Reihe von Mineralstoffen. Auch hier
sollte man auf eine ausreichende Versorgung achten. Einige Mineralstoffe
kommen nur in Spuren von weniger als 15 mg im Körper vor. Man bezeichnet sie
daher als Spurenelemente. Auch sie sind für den Stoffwechsel
wesentlich.
- Bor
ist ein wichtiger Baustein für den
Knochenbau. Mangelerscheinungen sind sehr selten, da es viele Quellen für
Bor gibt wie z.B. Äpfel, Bohnen, Karroten, Trauben und Nüsse.
- Calcium
ist wichtig für den Aufbau und
die Erhaltung von Knochen und Zähnen. Außerdem spielt es eine Rolle bei
der Reizweiterleitung in den Nerven und bei der Muskelfunktion. Zu den
Mangelerscheinungen zählen die Osteoporose (Knochenschwund) und
Muskelkrämpfe. Gute Quellen für Calcium sind Milch und alle Milchprodukte,
Gemüse, Schalentiere, Eigelb, Nüsse, Brot, Hülsenfrüchte.
- Chlorid
ist an der Regulierung des
Wasserhaushalts im Körper beteiligt. Mangelerscheinungen sind z.B.
Durchfall und Erbrechen. Quellen für Chlorid sind Kochsalz und
Wasser.
- Chrom
stimuliert die Enzyme des
Fettsäureaufbaus und des Kohlenhydratstoffwechsels. Chrom-Quellen sind
z.B. Getreide, Käse und Fleisch. Mangelerscheinungen sind
Glucoseintoleranz, Müdigkeit und Angstzustände.
- Eisen
wird zur Bildung des roten
Blutfarbstoffs Hämoglobin benötigt. Außerdem ist es Bestandteil einiger
Enzyme. Typische Mangelerscheinungen ist die Blutarmut, die zu blasser
Haut, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und schwachem Kreislauf führt. Gefährdet
sind vor allem Vegetarier und andere Menschen mit geringem Fleischkonsum,
denn die hauptsächlichen Eisen-Quellen sind Fleisch und Fisch.
- Kalium
ist an der Regulierung des
Wasserhaushalts der Zellen, am Proteinaufbau und an der Verwertung von
Kohlenhydraten beteiligt und stabilisiert den Blutdruck. Quellen für
Kalium sind Obst (besonders Bananen), Gemüse, Fleisch und Milch. Zu den
Mangelerscheinungen gehören Muskelkrämpfe, Verwirrung, Appetitlosigkeit
und Erbrechen.
- Kupfer
unterstützt die Bildung roter
Blutkörperchen und die Gesunderhaltung der Knochen. Außerdem ist es
wichtig für das Nerven- und Immunsystem. Mangelerscheinungen sind
Blutarmut, geschwächtes Immunsystem, Osteoporose und Gelenkprobleme. Gute
Quellen für Kupfer sind Leber, Fleisch, Fisch, brauner Reis, Kartoffeln,
Spinat, Nüsse, Vollkornprodukte, Gemüse.
- Magnesium
unterstützt den Knochenaufbau
und reguliert den Blutdruck. Außerdem ist es an über 300 Reaktionen im
Körper beteiligt, unter anderem an der Energiebereitstellung. Da der
Körper Magnesium gut speichern kann, entwickeln sich Mangelerscheinungen
nur langsam. Sie treten dann in Form von Muskelschmerzen und -schwäche und
unregelmäßigem Herzschlag auf. Quellen für Magnesium sind z.B. brauner
Reis, Spinat, Milch, Bananen, Gemüse, Bohnen, Obst, Kakao und
Mandeln.
- Mangan
ist unentbehrlich für die
Energieproduktion, die Regulierung des Blutzuckers und für den
Knochenaufbau. Es ist ebenfalls antioxidativ wirksam und schützt damit vor
freien Radikalen. Mangelerscheinungen wie Lähmungen und Erblindung sind
wegen des geringen Manganbedarfs sehr selten. Mangan-Quellen sind u.a.
brauner Reis, Spinat, Vollkornprodukte, Obst, Tee, Gemüse, Nüsse und
Hülsenfrüchte.
- Phosphor
unterstützt zusammen mit Calcium
den Aufbau von Knochen und Zähnen. Außerdem ist Phosphor an der Gewinnung
und Verwertung von Energie beteiligt. Milch- und Vollkornprodukte sind
gute Quellen für Phosphor.
- Selen
wirkt antioxidativ und schützt
damit die Zellen vor freien Radikalen. Es ist daher auch von großer
Bedeutung für das Immunsystem. Mangelerscheinungen wie Muskelschwäche und
-schmerzen treten in den Industrienationen nur sehr selten auf. Quellen
für Selen sind z.B. Leber, Hähnchenbrust und Vollkornprodukte.
- Zink
ist notwendig für das Wachstum und
die Wundheilung. Es unterstützt das Immunsystem und kann
Erkältungssymptome lindern. Mangelerscheinungen sind Hautausschlag,
Durchfall, Haarausfall, Appetitlosigkeit und Störungen von Geschmacks- und
Geruchssinn. Risikogruppen sind unter anderem Kinder, ältere Menschen,
Schwangere, Veganer und Alkoholiker. Zink-Quellen sind z.B. Leber und
Rindfleisch.
Die folgende Tabelle enthält Zufuhrempfehlungen und weitere Hinweise
zu den einzelnen Mineralstoffen und Spurenelementen:
| Mineralstoff |
Empfehlung |
Bemerkungen |
| Bor |
3 mg/Tag |
Dosen über 500 mg führen zu Durchfall, Übelkeit und
Erbrechen. |
| Calcium |
800-1000 mg/Tag |
Nicht mehr als 2500 mg täglich! Höhere Dosen können zu
Nierensteinen führen. |
| Chlorid |
750 mg/Tag |
 |
| Chrom |
50 - 200 mcg/Tag |
Zu hohe Dosen sollten unbedingt vermieden werden! Diabetiker
sollten kein zusätzliches Chrom zuführen. |
| Eisen |
Frauen: 15 mg/Tag Männer: 10 mg/Tag |
Hohe Dosen können zu Vergiftungserscheinungen führen. |
| Kalium |
2000 mg/Tag |
 |
| Kupfer |
1,5-3 mg/Tag |
Zu hohe Dosen führen zu Erbrechen. |
| Magnesium |
Frauen: 280 mg/Tag Männer: 350
mg/Tag |
Kann bei zu geringer Calciumzufuhr oder Nierenschäden zu
Vergiftungserscheinungen führen. |
| Mangan |
2-5 mg/Tag |
Kann die Aufnahme von Eisen, Kupfer und Zink
beeinträchtigen. |
| Phosphor |
1200 mg/Tag |
 |
| Selen |
Frauen: 55 mcg/Tag Männer: 70
mcg/Tag |
 |
| Zink |
Frauen: 12 mg/Tag Männer: 15
mg/Tag |
Ab dem dreifachen der empfohlenen Dosis können unerwünschte
Nebenwirkungen auftreten. |
Wichtiger Hinweis: Die Angaben auf dieser
Seite dienen nur der allgemeinen Information. Es ist nicht das Ziel dieser
Seite, Diagnosen zu stellen oder Therapieempfehlungen zu geben. Besprechen
Sie die Anwendung von Medikamenten in jedem Fall mit Ihrem
Arzt!
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