Mind Mapping Grundlagen

Auf den ersten Blick ist Mind Mapping nur eine sogenannte Visu­ali­sie­rungs­tech­nik, also eine Möglichkeit, einen Sachverhalt "sichtbar" zu machen. Die Möglichkeiten des Mind Mapping sind allerdings nahezu unbegrenzt. Mind Mapping ist eine effiziente und universelle Notiz- und Merktechnik, bei der die Funktion des Gehirns optimal genutzt wird. Viele Menschen, die wir heute als Genies ansehen, benutzten dem Mind Mapping ähnliche Systeme.

Herkömmliche Notizen oder Diagramme nutzen nur die linke Gehirnhälfte. Diese Hälfte des Gehirns ist (bei den meisten Menschen) für analytisches Denken zuständig. Hier werden Sprache, Logik und Zahlen, geordnete und lineare Dinge verarbeitet.

Die rechte Gehirnhälfte beinhaltet (bei den meisten Menschen) das bildliche Vor­stellungs­ver­mögen. Hier werden Formen, Farben, Muster und Rhythmen verarbeitet. Eine Mind Map nutzt diese Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte zusätzlich zur linken Gehirnhälfte. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit des Gehirns bestmöglich ausgeschöpft.

Gegenüber herkömmlichen Notizen haben Mind Maps noch weitere Vorteile: Sie sind zum einen weitaus flexibler, z.B. kann man jederzeit etwas an- oder einfügen. Au­ßer­dem regt ein Mind Map die Kreativität an, denn das Gehirn strebt stets danach, Bilder zu vervollständigen.

Das prinzipielle Vorgehen beim Mind Mapping sieht folgendermaßen aus:

  1. Das zentrale Thema wird in der Mitte eines leeren Blattes aufgeschrieben. Da es sich um den wichtigsten Teil der Mind Map handelt, sollte man groß schreiben und außerdem verschiedene Farben verwenden. Auch ein buntes Bild ist gut geeignet. Um genügend Platz zu haben, sollte man ein großes Blatt (DIN A3, z.B. ein Zeichenblock) im Querformat verwenden.
  2. Nun kann man Schlüsselworte sammeln, die zum Hauptthema gehören. Sie werden um das Hauptthema herum angeordnet und durch Äste mit dem Hauptthema verbunden. Die Reihenfolge ist dabei völlig egal. Auch hier kann und soll mit Farben und Bildern gearbeitet werden.
  3. Die um das Hauptthema herum angeordneten Schlüsselwörter können nun Ausgangspunkte für weitere Äste sein, und so weiter. Den Gestal­tungs­mög­lich­keiten sind keine Grenzen gesetzt. Die wenigen Regeln beim Mind Mapping lassen genügend Freiheit, und manchmal ist es auch sinnvoll, die Regeln einfach nicht zu beachten.

Wir haben für Sie die 12 wichtigsten Regeln für Mind Maps in kompakter Form aufgeschrieben. Die ausführliche Fassung finden Sie in  "Mind Mapping - Der Weg zu Ihrem persönlichen Erfolg".

Das Resultat ist eine bildhafte Darstellung Ihrer Gedanken - eine Art Gedanken-Landkarte. Dabei sind nicht nur die Gedanken selbst, sondern auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Gedanken und die Wichtigkeit in der Mind Map ablesbar. Au­ßer­dem kann jederzeit ein Schlüsselwort an- oder eingefügt werden.

Ein Beispiel für eine Mind Map mit dem Thema "Urlaub" können Sie hier sehen:

Mind Map zum Thema Urlaub

Man sollte beim Mind Mapping daran denken, daß das Ergebnis kein Kunstwerk zu sein braucht. Das Ziel ist die Unterstützung des Gehirns - die Mittel sind zweitrangig. Mit der Zeit werden Sie auch Ihren eigenen Mind Map-Stil entwickeln, der sich von dem anderer Mind Mapper wahrscheinlich deutlich unterscheidet.

Es gibt mittlerweile auch Computerprogramme, mit denen man Mind Maps erstellen kann. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite "Mind Mapping am Computer".

Um Mind Mapping von Grund auf zu erlernen, empfehlen wir das  Mind-Map-Buch von Tony Buzan. Speziell für Schüler gibt es ein Buch von Tony Buzan und Vanda North. Beide Bücher finden Sie in der Lernenheute Bü­cher­liste. Einen etwas ausführlicherern Artikel über Mind Mapping erhalten Sie bei  Zeit zu leben deutschsprachige Webseite (http://www.zeitzuleben.de/inhalte/denken_lernen_kreativitaet/mindmapping/mmeinfuehrung.html).

Viele Volkshochschulen (VHS) bieten Kurse an, die auch Mind Mapping als Inhalt haben. Da der Begriff "Mind Mapping" ein eingetragenes Warenzeichen war, haben diese Kurse allerdings zumeist andere Namen, wie z.B. "Visu­ali­sie­rungs­tech­niken" o.ä. Am besten fragen Sie direkt bei Ihrer örtlichen Volkshochschule nach Mind Mapping.